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Pressemitteilung 03/24 | www.tz.de

WG-Casting dank münchner app

Handy-Anwendung will Zimmersuche revolutionieren – Erfinder spricht in der tz

München hat ein Wohnungsproblem – und Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Johannes Bader (32) hat da aber eine Idee. Seine Vision, wie er selbst sagt. Er will die Wohnungsnot lindern und ganz nebenbei auch noch die Art des Zusammenlebens insgesamt verändern, ja, verbessern. Und das mit einer ganz simplen Formel: „Ich will die Wohngemeinschaft in ein besseres Licht rücken“, sagt er. Wie soll das funktionieren?

Bader, Vokuhila und Schnauzbart, der selbst schon zig WG-Castings hinter sich gebracht hat, entwickelte in München dafür die Handy-App heyroom. Sie soll dafür sorgen, mithilfe persönlicher Angaben den perfekten Mitbewohner zu finden – das Ganze funktioniert ähnlich wie bei einer Partnerbörse. Man beantwortet zunächst verschiedene Fragen über Hobbys, Persönlichkeit und Lebenseinstellung. Danach schlägt einem ein Algorithmus die Mitbewohner vor, die am besten zu einem passen.

Die tz hatte bereits Anfang April vergangenen Jahres über das Münchner Start-up berichtet. Von seiner großen Vision ist Bader zwar noch etwas entfernt, doch seit der Gründung vor einem Jahr ist viel passiert mit seiner App: Er konnte bereits 3400 Wohngemeinschaften zusammenbringen. 21.000 Personen nutzen die Anwendung aktuell. 63.000 User folgen den Unternehmen in den Sozialen Netzwerken. Seit einiger Zeit ist seine App für ganz Deutschland verfügbar. Wie hat Bader das so schnell geschafft? Und das, obwohl neben ihm nur ein weiterer Mitarbeiter fest für das Unternehmen arbeitet. „Wir haben einfach viel ausprobiert“, sagt er. Und vor allem versucht, die Nutzer zu unterhalten.

Zum Beispiel erklären sie in Videos, wie man sich am besten bei einem WG-Casting benimmt oder wie man seine Bude nach einer wilden Partynacht wieder sauber kriegt – kurze, lustige Clips. Damit erzielt er mittlerweile eine bemerkenswerte Reichweite von mehreren Millionen Zuschauern im Monat. Doch Bader wäre nicht Bader, wenn er es dabei belassen würde. Er sei gerade dabei, bei Investoren seine erste Million Euro einzusammeln. „Einfach ist das nicht“, sagt er. Viele Investoren seien derzeit insgesamt recht zurückhaltend. Doch er ist davon überzeugt: Wenn er es schafft, kommt er seiner Vision einen weiteren Schritt näher.

Das Interview führte Julian Limmer

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